Mit unserem Grill-Typ Ratgeber findest Du Deinen perfekten Grill

Vor allem zum Beginn der Sommerzeit stehen wieder unzählige Grills zum Verkauf bereit. Prospekte von Bau- und Supermärkten locken mit unschlagbaren Sonderangeboten. Als Laie kann man da schnell mal den Überblick verlieren. Aus Vorfreude lässt man sich vom angeblichen Schnäppchen zum Kauf verleiten und greift dann womöglich auch noch zum falschen Modell. Genau das wollen wir mit diesem Ratgeber verhindern, damit Du vorbereitet in den perfekten Grill-Sommer starten kannst!

Grillen und Barbecue – ist das das Gleiche?

Im Volksmund werden den Begriffen „Grillen“ und „Barbecue“ fälschlicherweise oftmals die gleiche Bedeutung zugesprochen. Die Aussage; „Barbecue sei die amerikanische Übersetzung für Grillen“ ist nicht zu 100% korrekt, denn zwischen diesen beiden Gar-Methoden gibt es deutliche Unterschiede.

Um zu Beginn bei den Gemeinsamkeiten zu bleiben: Bei beiden Methoden handelt es sich um Zubereitungsformen von Fleisch, die im Freien und in geselliger Runde stattfinden. Die Unterschiede beziehen sich auf das verwendete Fleisch, die Temperatur und die Distanz zwischen Hitzequelle und Grillgut.

Grillen:

Beim Grillen wird das Fleisch auf einen Rost nahe der Hitzequelle gelegt. Es wird gewendet und so bei ca. 250°C innerhalb kurzer Zeit von beiden Seiten gar. Die Hitzequelle kann hier ein Holzfeuer und deren Glut, Gas, erhitzte Stein- und Metallplatten oder elektrisch betriebene Hitzeschleifen sein. Man spricht bei dieser Art der Zubereitung von direktem Grillen. Diese wird in Deutschland am häufigsten angewandt.

Barbecue:

Anders als beim Grillen wird bei dieser Zubereitungsart das Fleisch nicht direkt über die Hitzequelle gelegt. Stattdessen wird es in einen speziellen Heißluftofen, den Smoker, gelegt und in aufsteigendem Rauch langsam gegart. Die Temperaturen belaufen sich dabei auf etwa 90-160°Celsius. Je nach Fleischgröße kann dieser Vorgang bis zu 20 Stunden in Anspruch nehmen. Durch verschiedene Brennholz-Arten und Steuerung der Intensität von Feuer und Rauch kann ein Barbecue-Profi Einfluss auf den Geschmack und das Aroma des Fleisches nehmen.

Welcher Grill passt nun zu mir?

Holzkohle oder doch lieber ein Gas? Jeder Grill hat seine spezifischen Eigenschaften und wird deshalb in bestimmten Haushalten und von Liebhabern verwendet. Ein Grill sollte zu den Bedürfnissen und Anforderungen seines Besitzers passen. Um die Auswahl des Angebots einzugrenzen, kannst Du dir grundsätzlich vor dem Kauf folgende Fragen stellen:

  1. Wo und wie oft grille ich?
    Hast Du einen Garten oder eine große Terrasse zu Verfügung? Oder hast Du in Deiner Mietwohnung nur einen kleinen Balkon? Störst du Deine Nachbarn mit lästigem Qualm? Diese Fragen liefern bereits wichtige Hinweise zur Auswahl des Grills. Viele Modelle benötigen ausreichend Platz, darum solltest Du Dir überlegen wo Du Deinen Grill hinstellen kannst. Hält sich Deine Grill-Aktivität in Grenzen solltest Du außerdem nicht zu einem Profi-Modell greifen.
  2. Für wie viele Personen grille ich regelmäßig?
    Diese Frage liefert wichtige Informationen zur Größe des Grillrosts. Wenn du regelmäßig Grillpartys mit vielen Gästen schmeißt, solltest Du eine große Grillfläche wählen.
  3. Was ist mir persönlich beim Grillen wichtig?
    Möchtest Du beim Grillen auf gar keinen Fall auf den aromatischen Geschmack von Holzkohle und Rauch verzichten? Dann kommt ein Elektrogrill überhaupt nicht für Dich in Frage. Überlege Dir was Dir beim Grillen wichtig ist, um die richtige Grill-Art zu finden.
  4. Wie viel Geld möchte ich ausgeben?
    Holzkohle und Elektrogrills sind bereits für kleines Geld erhältlich. Für bessere Qualität musst Du tiefer in den Geldbeutel greifen, was aber gleichzeitig auch das Grillerlebnis steigert und einen besseren Geschmack liefert.

Hast Du zu diesen Fragen jeweils eine Antwort gefunden? Hervorragend! Du minderst so das Risiko eines Fehlkaufs deutlich.

Diese Grill-Arten gibt es

Der größte Unterschied, zwischen den vielen verschiedenen Arten, besteht darin, wie die Hitze des jeweiligen Modells erzeugt wird. Wir stellen Dir deshalb folgende drei Kategorien vor:

  • Holzkohlegrill
  • Gasgrill
  • Elektrogrill

Holzkohlegrill

Am liebsten grillen die Deutschen mit dem Holzkohlegrill. Die Spannweite reicht hier von günstigen Wegwerfmodellen ab 5€ bis hin zu edlen Profimodellen, die mehrere tausend Euro kosten können. Viele Nutzer schwören auf das einzigartige Grillerlebnis, dass nur auf diese Art erreicht werden kann. Die Zubereitung mit dem Holzkohlegrill ist durchaus eine herausfordernde Tätigkeit, bei der man konzentriert zu Werke gehen muss, damit die Temperatur der Glut relativ konstant bleibt und das Grillgut gleichmäßig gegart wird. Allerdings ist das Grillen auf diese Art sehr zeitintensiv, doch das unvergleichliche Aroma des Fleisches lässt den Aufwand schnell wieder vergessen.

Holzkohlegrills gibt es in folgenden Varianten:

  • Kugelgrill
    Der Kugelgrill besteht aus zwei Halbkugeln. An der unteren sind die Standbeine des Grills montiert. Außerdem kann in diesen Bereich die Holzkohle eingefüllt werden. Ein durchdachtes System ermöglicht dem Griller eine Regulation des Sauerstoffs, der unterhalb der Kugel durch einen kleinen Kamin an die Kohle gelangt. Dadurch können Hitze und Glühdauer beeinflusst werden. Der obere Teil des Grills dient als Deckel. Dieser beinhaltet meist ein kleines Thermometer und kann über einen Griff nach oben geöffnet werden. Außerdem ist durch dieses Modell sowohl direktes als auch indirektes Grillen möglich.
  • Säulengrill
    Ein Säulengrill zeichnet sich durch einen kaminartigen Standfuß aus, der die darauf montierte Grillschale mit Sauerstoff versorgt. Eine gute Luftzirkulation kommt durch diese hohle Säule zustande und lässt sich bei den meisten Modellen noch zusätzlich regeln. Diesen Grill gibt es in zwei Ausführungen. Entweder mit rechteckiger oder mit runder Grillschale. Wer viel Platz für sein Grillgut braucht, sollte einen Grill mit viereckiger Grillfläche wählen.
  • Grillwagen
    Der Grillwagen ist ein wahres Platzwunder. Er besitzt nicht nur eine besonders große Grillfläche, er verfügt darüber hinaus, je nach Hersteller und Modell, über zusätzliche Abstellflächen an den Seiten des Grills. Auch auf einer Fläche unterhalb der Grillschale lässt sich prima Grillzubehör verstauen. Dank seiner verbauten Räder kann man den Grill problemlos rangieren. Zugleich sorgen die vier Standbeine für Stabilität. Spezielle Belüftungssysteme sind bei den meisten seiner Art nicht verbaut.
  • Schwenkgrill
    Einen Schwenkgrill kennst Du womöglich von öffentlichen Grillplatzen. Er zeichnet sich durch ein großes, rundes Rost aus, das mittels Metallketten an einer Dreibeinkonstruktion befestigt wird. Dadurch lässt sich das Rost frei bewegen und kann nach und nach gedreht werden, um das Grillgut gleichmäßig zu garen.
  • Rundgrill
    Der Rundgrill ist eine erheblich abgespeckte Variante des Säulengrills. Er besteht lediglich aus einer meist runden Grillschale, drei Standfüßen und einem Grillrost. Dieses Modell lässt sich oft für nur wenige Euro erwerben.
  • Smoker
    Smoker werden oft aus Stahl oder schwerem Gusseisen gefertigt. In der Regel besteht dieser Grill-Typ aus zwei separaten Kammern, die seitlich miteinander verbunden sind. In der Brennkammer wird die Holzkohle angeheizt. Der Rauch und Hitze strömen dann in die Nachbarkammer und garen somit das Fleisch indirekt und langsam. Anschließend wird der Rauch über ein Kamin abgeführt. Aufgrund dieser Zirkulation erhält das Fleisch die besondere rauchige Note.

Vorteile

  • Aromatisches Grillgut
  • Große Auswahl an unterschiedlichen Grill-Arten
  • Indirektes Grillen möglich
  • Braucht kein Gas oder Strom
  • Lagerfeuer-Atmosphäre

Nachteile

  • Brandgefahr durch offenes Feuer, nicht auf dem Balkon benutzen, auch nicht in geschlossenen Räumen
  • Zeitintensiv, Kohle muss lange vorheizen
  • Rauchentwicklung, könnte die Nachbarn stören
  • Hitzeentwicklung schwer regulierbar
  • Lange Abkühlzeit
  • Asche muss entsorgt werden
  • Verletzungsgefahr durch ungeeignete Brandbeschleuniger

Der Gasgrill

Gasgrills sind in der Regel meist groß und sperrig. Es gibt aber auch Varianten, die weniger Platz in Anspruch nehmen. Außerdem ist das Grillen einfacher als mit Holzkohle und auch Anfängern gelingt schnell ein leckeres Ergebnis. Wie der Name bereits verrät, wir bei dieser Grill-Methode eine Gasflasche an den Grill angeschlossen. Anschließend wird das Gas entzündet und dient nun als Hitzequelle. Diese lässt sich, ähnlich wie bei einem Herd, über Drehregler steuern.

Unterschieden lassen die Modelle sich nach der Anzahl der Flammen. Es gibt unter anderem:

  • 2-flammige
  • 3-flammige
  • 4-flammige
  • und 6-flammige Gasgrills

Zu welchem Modell Du greifst hängt ganz davon ab, in welchem Umfang Du Deine Gäste mit Grillspezialitäten versorgen möchtest. Für kleinere Mengen eignet sich ein 2-flammiges Modell, das man auch zu einem günstigeren Preis kaufen kann.

Auch der zuvor bereits erwähnte Kugelgrill ist als Gas-Variante auf dem Markt erhältlich. Des Weiteren gibt es noch Gasgrills für den Balkon und Camping Gasgrills.

Vorteile

  • Schnelle Einsatzbereitschaft, kein Vorglühen der Kohle
  • Erzeugt keinen Rauch, kann man daher auf dem Balkon benutzen
  • Hitze lässt sich gut regulieren
  • Wenig Aufwand beim reinigen
  • Asche muss nicht entsorgt werden

Nachteile

  • Oft groß, schwer und sperrig
  • Gasflaschen sind oft genau dann leer, wenn man sie braucht
  • Kein typischer Holzkohlegeschmack
  • Hoher Anschaffungspreis

Der Elektrogrill

Der Elektrogrill ist für viele Griller nur eine Notlösung. Er kommt oft bei schlechtem Wetter zum Einsatz, da hier eine Befeuerung nicht stattfindet. Doch das ist wiederum ein großer Pluspunkt, denn eine erhöhte Brandgefahr besteht dadurch nicht und der Grill kann problemlos auch im Esszimmer aufgestellt werden. Seine Energie gewinnt der Grill aus der Steckdose, wodurch die flexible Anwendung stark eingeschränkt ist. Eine Stromversorgung muss bei diese Modellen zwangsläufig gegeben sein. Wer jedoch ein perfektes Steak bevorzugt, der kommt an einem Gas- oder Holzkohlegrill nicht vorbei.  

Vorteile

  • Kein Rauch oder Qualm
  • Auch im Haus einsetzbar
  • Kein offenes Feuer
  • Leichte Bedienung
  • Einfach zu säubern

Nachteile

  • Günstige Modelle haben oft (zu) wenig Leistung
  • Keine typische Grill-Atmosphäre
  • Geringe Flexibilität

Bekannte Grillhersteller

Laut einer Umfrage von Statista.de ist die Marke „Weber“ am bekanntesten. 62,9% der Befragten geben an, die Marke zu kennen. Weber bietet qualitativ hochwertige Grills, die für Profis sehr gut geeignet sind. Dies macht sich allerdings auch am Preis bemerkbar.

Hier haben wir weitere namhafte Marken aufgelistet: